Freibeuter der Meere (Originaltitel: Il corsaro nero) ist ein italienisch-spanischer Piratenfilm aus dem Jahr 1971. Unter der Regie von Vincenzo Gicca Palli schlüpfen Terence Hill und Bud Spencer in ungewohnte Rollen: Statt im Wilden Westen lassen sie auf hoher See die Fäuste fliegen. Terence Hill übernimmt dabei die charmante Hauptrolle des gerissenen Freibeuters Blackie, während Bud Spencer in einer markanten Nebenrolle als konkurrierender Piratenkapitän Skull zu sehen ist. Obwohl der Film noch vor ihrem endgültigen Durchbruch als Comedy-Duo entstand, bietet er bereits viele der Elemente, die spätere Werke so beliebt machten: raue Kerle, listige Pläne und handfeste Keilereien.

Die Handlung: Gold, Intrigen und Verrat auf Tortuga

Kapitän Blackie ist ein berüchtigter und charmanter Pirat, der es auf eine gewaltige Schiffsladung spanischen Goldes abgesehen hat. Um an den Schatz zu gelangen, reist er nach Tortuga, der legendären Piratenhochburg. Dort trifft er auf drei rivalisierende Piratenkapitäne: Montbarque, DeLussac und Skull. Als Blackie auf einem Sklavenmarkt eine Gefangene kauft, die sich als die Ehefrau des spanischen Vizekönigs entpuppt, weckt er den Neid der anderen Kapitäne. Skull, der ebenfalls hinter der Frau und dem Gold her ist, schmiedet eine Allianz gegen Blackie.

Die drei Kapitäne stellen Blackie eine Falle, kapern sein Schiff „Fury“ und nehmen seine Mannschaft als Geiseln. Doch Blackie lässt sich nicht so leicht besiegen. Mit List und Geschick befreit er seine Männer und kapert im Gegenzug Skulls Schiff, die „Erebus“. Es kommt zu einer erbitterten Seeschlacht, bei der die Erebus schwer beschädigt wird und Skull auf seinem sinkenden Schiff den Tod findet. Im finalen Showdown besiegt Blackie den spanischen Vizekönig. Als dessen Frau ihm das Gold und einen Adelstitel anbietet, enthüllt Blackie grinsend sein wahres Motiv: Er hat den Schatz im Auftrag der englischen Krone erbeutet.

Hintergründe und Besonderheiten

Freibeuter der Meere nimmt eine Sonderstellung in der Filmografie der beiden Darsteller ein. Es ist einer der wenigen Filme, in denen Bud Spencer nicht an der Seite von Terence Hill kämpft, sondern als sein Gegenspieler auftritt. Die Szenen zwischen den beiden sind von einer spürbaren Rivalität geprägt, die in einem spektakulären, aber für Bud Spencer untypisch tödlichen Finale endet. Die Synchronisation der deutschen Fassung wurde von den bekannten Stimmen Manfred Schott (für Terence Hill) und Wolfgang Hess (für Bud Spencer) übernommen, was dem Film trotz des ernsteren Settings den vertrauten Charme verleiht. Für Fans, die das Duo einmal abseits der typischen Western- und Prügelkomödien wie Die rechte und die linke Hand des Teufels sehen möchten, ist dieser Piratenfilm ein echtes Highlight.

Filmdaten und Besetzung

Originaltitel:Il corsaro nero
Erscheinungsjahr:1971
Regie:Vincenzo Gicca Palli
Genre:Piratenfilm / Abenteuer
Länge:95 Min.
Besetzung:Terence Hill (Kapitän Blackie), Bud Spencer (Kapitän Skull), Silvia Monti (Isabel), George Martin (Don Pedro), Edmund Purdom (Vizekönig)

FAQ zum Film Freibeuter der Meere

Spielen Bud Spencer und Terence Hill in diesem Film zusammen?

Ja, beide sind in dem Film zu sehen. Allerdings kämpfen sie hier ausnahmsweise nicht Seite an Seite. Terence Hill spielt die Hauptrolle des Piraten Blackie, während Bud Spencer in einer Nebenrolle als sein Rivale Kapitän Skull auftritt.

Ist Freibeuter der Meere eine typische Spencer/Hill-Komödie?

Nein, der Film ist ein klassischer Abenteuer- und Piratenfilm mit ernsteren Untertönen. Es gibt zwar einige humorvolle Szenen und Prügeleien, aber er unterscheidet sich deutlich von den reinen Komödien, die das Duo später berühmt machten.

Wo wurde der Film gedreht?

Die Dreharbeiten fanden größtenteils in Italien statt, unter anderem in den Incir De Paolis Studios in Rom und an verschiedenen Küstenorten in der Region Latium.